Es war der erste Morgen in Südafrika (Johannesburg) im Aiport BnB. Eine wirklich schöne Unterkunft die uns mit einem typisch englischen Frühstück begrüßte. 

Kurz darauf sind wir mit unserem Leihwagen nach Pretoria gefahren um unsere Außenduschkabine von der Firma Quickpitch abzuholen. Dort empfang uns der Geschäftsführer, welcher uns wahnsinnig gute Tipps für unsere Reise im südlichen Afrika (speziell Mozambique) gegeben hat – es ist einfach am besten Tipps von Einheimischen zu bekommen.

Da hat sich die persönliche Abholung der Duschkabine doch gleich doppelt gelohnt! 

Anschließend ging es auf direktem Wege zum Flughafen, in der Hoffnung den einen früheren Flug nach Durban noch rechtzeitig zu erwischen. Doch vorher muss der Mietwagen zurück gebracht werden. Leider war auf dem Weg keine Tankstelle in Sicht und so sind wir direkt zur Rückgabe gefahren. Bei der Rückgabe zeigte der Tank noch einen vollen Füllstand an, somit mussten wir nichts zahlen. Natürlich hatten wir ein schlechtes Gewissen nach 80 gefahrenen Kilometern nicht getankt zu haben, gefreut haben wir uns aber dennoch.

Dann hieß es Beeilung. Dank unseres Flex-Tickets war es uns möglich den Flug mit Mango Airline flexibel umzubuchen. Der nächste Flug ging um 13:20, Boarding war um 12:50 – es war bereits 12:00. Leider wurde der Flug nicht mehr in der App als buchbar angezeigt, also sind wir schnell zum Schalter gedüst und konnten gerade so noch auf den früheren Flug umbuchen. Als wir beim Check-In-Schalter ankamen fanden wir eine immens lange Schlange vor. Die Hoffnung noch rechtzeitig zum Boarding zu erscheinen sank zunehmend, zumal wir noch Übergepäck und Sperrgepäck deklarieren mussten. Es stellte sich jedoch raus, dass die Gewichtsbeschränkung beim Gepäck für uns beide zusammen genommen werden konnte und wir wir somit direkt durch die Sicherheitskontrolle gehen konnten. 

Am Gate war es dann eine Punktlandung, um 12:49 trafen wir ein und um 12:50 hat das Boarding begonnen.

Da es nur ein Inlandsflug war gab es keine Speisen oder Getränke an Bord, wir wollten uns aber trotzdem einen Kaffee und Biltong (eine südafrikanische Spezialität aus luftgetrocknetem Fleisch) gönnen nach der ganzen Aufregung.

Durch einen glücklichen Zufall funktionierte das EC-Kartengerät nicht und der Snack über den Wolken ging aufs Haus.

Nach der Landung in Durban lief dort auch alles reibungslos. Um 17 Uhr kamen wir dann endlich im unseren schönen Airbnb mit Pool an. 

Bevor es in den Pool gehen sollte musste aber erstmal der Einkauf erledigt werden, also schnell ins Auto setzten und los zum nächsten Supermarkt.

Der Einkauf war zügig erledigt. Jetzt schnell nach Hause zur Abkühlung in den Pool. In einem Moment der Unachtsamkeit krachte es dann plötzlich, kurz vor dem Ausparken. Ein Südafrikaner fuhr uns rückwärts in die Stoßstange rein. Auf Nachfrage hatte er selbstverständlich keine Versicherung, was die ganze Angelegenheit erheblich schwieriger gestaltete. Der Versuch seinerseits die Sache unter den Tisch zu kehren und lediglich die Telefonnummern auszutauschen ließen wir abblitzen und bestanden auf die Unfallaufnahme der Polizei- typisch deutsch! Unwillig zum Unfall auszurücken baten uns die Polizisten aufs Revier. In Kolonne fuhren wir zur nächstgelegenen Polizeistation (ein bloßer Bretterverschlag). Unser neuer Bekannter meinte wir müssen hier auf den Polizisten persönlich warten, welchen er vorhin angerufen habe. Dies könne in der Regel mehrer Stunden dauern. 

Es war mittlerweile bereits nach 18:00 und wir befanden uns inmitten einer fremden Stadt in der man uns rat in der Dunkelheit nicht auf die Straße zu gehen. Auf der Polizeistation empfanden uns die anwesenden 6 Beamten als wenig interessant. Keiner half uns. Die Zeit mit rauchen, schnacken und rumstehen totzuschlagen erschien ihnen sinnvoller. So tauschten wir uns über Fussball und die lokalen Gepflogenheiten aus bis nach einer Stunde noch immer gar nichts passierte. Mit einbrechender Dunkelheit brachen wir unser Vorhaben an dieser Stelle ab und beließen es bei dem fotografischen Sicherstellen der Personalien und des Kennzeichnens.

Unser neuer Bekannter verabschiedete uns mit dem treffenden Satz „That’s Africa!“

So schnell kann eine Glückssträhne enden, aber genauso schön und spannend war diese Begegnung.

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